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Anorexia


 

Diagnosekriterien der Anorexia nervosa

Die Anorexia nervosa ist mit einer Vielzahl von Auffälligkeiten im medizinischen, psychologischen und Verhaltensbereich gekennzeichnet. Der augenscheinlichste Aspekt ist der drastische Gewichtsverlust der Patientinnen. Dieser wird durch massive Einschränkung der Nahrungszufuhr, durch Erbrechen, exzessive körperliche Aktivität oder die Einnahme von Abführmitteln bzw. Diuretika selbst herbeigeführt. Dabei wird der Gewichtsverlust von den Patientinnen oft verleugnet und die Bedrohlichkeit des Zustandes nicht akzeptiert. Sogar im Zustand der Kachexie wird der Körper von den Patientinnen noch als zu dick angesehen - besonders die Form ihres Bauches, von Hüften und Oberschenkeln wird von den Patientinnen verzerrt als zu voluminös wahrgenommen. Hier liegen erhebliche Störungen der Körperwahrnehmung und der Akzeptanz des eigenen Körpers vor - dies wird als Körperbildstörung bezeichnet und stellt ein diagnostisches Kriterium für die Anorexia nervosa dar. Erhebliche Angst entwickeln diese Patientinnen vor einer Gewichtszunahme - auch dann, wenn erhebliches Untergewicht besteht (Gewichtsphobie). Aufgrund der Mangelernährung entsteht bei diesen Patientinnen eine endokrine Störung, die sich bei Frauen u.a. als primäre bzw. sekundäre Amenorrhoe äußert. In Tabelle 1 sind Leitlinien zur Diagnostik der Anorexia nervosa nach der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) (Dilling et al. 1999) zusammengestellt. Die diagnostischen Kriterien des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-IV) (American Psychiatric Association 2000) sind ähnlich, wenn auch nicht komplett identisch. Grundsätzlich wird im DSM-IV aufgrund des Vorliegens von Essattacken bzw. selbstinduziertem Gewichtsverlust in die beiden Untergruppen "Restricting Type" und "Binge-Eating/Purging Type" eingeteilt. Differentialdiagnostisch muss eine Kachexie im Rahmen organischer Erkrankungen (z.B. maligne Erkrankungen, endokrine Erkrankungen, entzündliche Darmerkrankungen) und im Rahmen anderer psychischer Störungen (z.B. Depressive Störung, Zwangsstörung) ausgeschlossen werden.

Diagnostische Leitlinien der Anorexia nervosa nach ICD-10:

1. Tatsächliches Körpergewicht mindestens 15% unter dem erwarteten (entweder durch Gewichtsverlust oder nie erreichtes Gewicht) oder Quetelets-Index* (= Body Mass Index) von 17,5 oder weniger. Bei Patienten in der Vorpubertät kann die erwartete Gewichtszunahme während der Wachstumsperiode ausbleiben.

2. Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch:
a. Vermeidung hochkalorischer Speisen; sowie eine oder mehrere der folgenden Verhaltensweisen:
b. selbstinduziertes Erbrechen;
c. selbstinduziertes Abführen;
d. übertriebene körperliche Aktivitäten;
e. Gebrauch von Appetitzüglern oder Diuretika.

3. Körperschema-Störung in Form einer spezifischen psychischen Störung: die Angst, zu dick zu werden, besteht als eine tiefverwurzelte, überwertige Idee; die Betroffenen legen eine sehr niedrige Gewichtsschwelle für sich selbst fest.

4. Eine endokrine Störung auf der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse. Sie manifestiert sich bei Frauen als Amenorrhoe und bei Männern als Libido- oder Potenzverlust. (Eine Ausnahme ist das Persistieren vaginaler Blutungen bei anorektischen Frauen mit einer Hormonsubstitutionsbehandlung zur Kontrazeption.) Erhöhte Wachstumshormon- und Kortisolspiegel, Änderungen des peripheren Metbolismus von Schilddrüsenhormonen und Störungen der Insulinsekretion können gleichfalls vorliegen.

5. Bei Beginn der Erkrankung vor der Pubertät ist die Abfolge der pubertären Entwicklungsschritte verzögert oder gehemmt (Wachstumsstopp; fehlende Brustentwicklung und primäre Amenorrhoe beim Mädchen; bei Knaben bleiben die Genitalien kindlich). Nach Remission wird die Pubertätsentwicklung häufig normal abgeschlossen, die Menarche tritt aber verspätet ein.

1.4.07 23:46





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