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Bulimia


Diagnosekriterien der Bulimia nervosa

Obwohl es Hinweise gibt, dass die Praxis des Erbrechens nach ausgiebigem Speisen bereits seit mehreren tausend Jahren betrieben wird, wurde die Bulimia nervosa als psychische Störung erst seit der zweiten Hälfte der 70er Jahre häufiger beschrieben und schließlich erst 1980 in die dritte Auflage des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen (DSM-III) aufgenommen. Die Bezeichnung Bulimia verweist mit ihrem Wortsinn "Ochsenhunger" (griechisch: limos = Hunger, bous = Ochse) auf das Hauptkennzeichen der Störung, die wiederholt auftretenden Essattacken. Während der Essattacken kommt es typischerweise zu einem Kontrollverlust - das sehr hastige Herunterschlingen von großen Mengen kann von den Patientinnen nicht mehr unterbrochen werden. Zur Kompensation der Essattacken, denen meist heftige Schuldgefühlen folgen, werden verschiedene Techniken eingesetzt, die häufigste ist die des Erbrechens kurz nach dem Essen. Oft wird der Würgreflex mit dem Finger ausgelöst, in vielen Fällen gelingt es den Patientinnen auch spontan. Andere Kompensationsmethoden sind der Missbrauch von Laxantien, Abführmitteln, Einläufen, Fasten sowie exzessiver Sport. Eine der Gemeinsamkeiten von Anorexia nervosa und Bulimia nervosa ist die übertriebene Sorge um die eigenen Körperproportionen sowie die starke Angst vor dem Dickwerden. Der wesentliche Unterschied zwischen Anorexia nervosa und Bulimia nervosa ist das Gewicht: Patientinnen mit Anorexia nervosa sind definitionsgemäß stark untergewichtig, Patientinnen mit Bulimia nervosa sind meist normalgewichtig, leicht untergewichtig oder leicht übergewichtig. Eine manifeste Adipositas ist bei der Bulimia nervosa selten. Charakteristisch für die Patientinnen mit Bulimia nervosa ist die Scham und das Verstecken der Essstörung. Dies gelingt diesen Patientinnen oft über viele Jahre - manchmal ist nicht einmal der Partner eingeweiht - zumal die Bulimia nervosa (anders als die Anorexia nervosa) nicht durch einen massiven Gewichtsverlust augenfällig wird. Erfahrene Therapeutinnen und Therapeuten (oder Mitpatientinnen) können durchaus sichtbare Zeichen der Bulimie erkennen: geschwollene Parotiden (Speicheldrüsen), "Male" an den Fingern, mit denen das Erbrechen ausgelöst wird, geplatzte Äderchen an den Skleren der Augen, charakteristische Zahnschäden. Die diagnostischen Leitlinien für die Bulimia nervosa nach ICD-10 sind in Tabelle 2 dargestellt. Im DSM-IV finden sich ähnliche Kriterien. Auch bei der Diagnostik der Bulimia nervosa muss eine Verursachung der Symptomatik durch organische Erkrankungen oder andere psychische Störungen ausgeschlossen werden.


Diagnostische Leitlinien der Bulimia nervosa nach ICD-10

1. Eine andauernde Beschäftigung mit Essen, eine unwiderstehliche Gier nach Nahrungsmitteln; die Patientin erliegt Essattacken, bei denen große Mengen Nahrung in sehr kurzer Zeit konsumiert werden.

2. Die Patientin versucht, dem dickmachenden Effekt der Nahrung durch verschiedene Verhaltensweisen entgegenzusteuern: selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, zeitweilige Hungerperioden, Gebrauch von Appetitzüglern, Schilddrüsenpräparaten oder Diuretika. Wenn die Bulimie bei Diabetikerinnen auftritt, kann es zu einer Vernachlässigung der Insulinbehandlung kommen.

3. Eine der wesentlichen psychopathologischen Auffälligkeiten besteht in der krankhaften Furcht davor, dick zu werden; die Patientin setzt sich eine scharf definierte Gewichtsgrenze, deutlich unter dem prämorbiden, vom Arzt als optimal oder "gesund" betrachteten Gewicht. Häufig lässt sich in der Vorgeschichte mit einem Intervall von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren eine Episode einer Anorexia nervosa nachweisen. Diese frühere Episode kann voll ausgeprägt sein, oder war eine verdeckte Form mit mäßigem Gewichtsverlust oder einer vorübergehenden Amenorrhoe.

1.4.07 23:51





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